Der HS-Code aus dem ERP zeigt, welche Produkte unter Anhang I fallen.
Rinder, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja, Holz und ihre Erzeugnisse kommen nur noch in Verkehr, wenn sie entwaldungsfrei und legal erzeugt sind. Kleinunternehmen folgen 2027.
Zur Ware gehören die Geokoordinaten aller Flächen, auf denen sie erzeugt wurde, der Erzeugungszeitraum und der Nachweis, dass dort seit dem 31.12.2020 nicht entwaldet wurde.
Vor dem Inverkehrbringen reicht der Marktteilnehmer eine Sorgfaltserklärung (DDS) im EU-System TRACES ein. Ihre Referenznummer begleitet die Ware durch die ganze Lieferkette.
Certiflow: Sorgfaltspflicht je Charge
- Automatisch zugeordnet
- Ihr Lieferant antwortet
Im Lieferantenportal mit Herkunft, Geodaten und Nachweisen, ohne Account.
- Risiko bewertet
Ein Prüfplan führt durch die Risikobewertung nach Art. 10.
- Charge freigegeben
Erst wenn Flächen, Bewertung und Sorgfaltserklärung passen.
Wer profitiert bei Ihnen davon?
Bewertet das Risiko je Herkunft, gibt Chargen frei und legt der Behörde die Nachweise vor.
Steht im Kontakt mit den Rohstofflieferanten und braucht deren Geodaten, ohne jedem hinterherzutelefonieren.
Braucht die Referenznummer der Sorgfaltserklärung für jede Einfuhr und jede Lieferung an Kunden.
Sieht, aus welchen Ländern und von welchen Flächen die Rohstoffe stammen, und kann es belegen.
Entwaldungsfrei ist nicht ein Lieferant, sondern jede einzelne Fläche. Certiflow verbindet jede Charge mit ihren Flächen und ihrer Sorgfaltserklärung.
- Jede Fläche verortet
- Jedes Risiko bewertet
- Jede Charge belegt
Was die EUDR verlangt
Rinder, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja und Holz. Welche Erzeugnisse daraus erfasst sind, legt Anhang I über die Zolltarifnummer fest, von Schokolade über Palmöl bis zu Papier und Karton.
Auf den Flächen darf nach dem 31.12.2020 weder Entwaldung stattgefunden haben noch, bei Holz, Waldschädigung. Die Ware muss zudem nach dem Recht des Erzeugerlandes legal erzeugt sein.
Breiten- und Längengrad jeder Fläche, ab 4 Hektar als Polygon. Bei Rindern zählen alle Betriebe, in denen die Tiere gehalten wurden.
Der Marktteilnehmer bewertet anhand der Kriterien aus Art. 10, ob ein mehr als vernachlässigbares Risiko besteht, und mindert es nach Art. 11, bevor die Ware in Verkehr kommt.
Der Marktteilnehmer erklärt im EU-Informationssystem, dass er die Sorgfaltspflicht erfüllt hat. Die Referenznummer geht an Zoll und Abnehmer.
Informationen, Nachweise und Erklärungen bleiben fünf Jahre lang verfügbar und werden den Behörden auf Verlangen vorgelegt.
Die Freigabe je Charge
Eine Charge geht erst raus, wenn ihre Flächen geprüft sind, das Risiko bewertet ist und eine gültige Sorgfaltserklärung sie deckt.
| Prüfpunkt | Nachweis | Ergebnis | Aktionen |
|---|---|---|---|
| Lieferant: EUDR-Checkliste | Profil, Erklärung, Zertifikat | Erfüllt | |
| Quelle: Herkunft | Côte d’Ivoire, Soubré | Erfüllt | |
| Risiko vernachlässigbar | Bewertung gültig bis 14.03.2027 | Erfüllt | |
| Flächen geprüft | 12 von 12 Flächen, GeoJSON | Erfüllt | |
| DDS eingereicht | 26DEXX0000123456 | Erfüllt | |
| Menge gedeckt | 18,4 t von 20,0 t | Offen |
Rolle je Lieferweg Als Marktteilnehmer prüfen Sie alles selbst, nachgelagert genügt die Referenznummer Ihres Lieferanten.
Flächen an der Charge Die Charge nennt die Flächen, von denen sie stammt, jede einzeln geprüft.
Bewertung mit Ablaufdatum Die Risikobewertung gilt ein Jahr, danach verlangt Certiflow eine neue.
DDS je Charge Eine zurückgezogene Sorgfaltserklärung deckt keine Charge mehr, die Freigabe stoppt.
Die EUDR-Fragebögen
Lieferantenprofil und Herkunftsangaben je Ware. Ihr Lieferant beantwortet sie im Lieferantenportal und lädt seine GeoJSON-Datei gleich mit hoch.
Ansprechpartner für die EUDR, Sitz in der EU oder außerhalb, wer die Ware beim Zoll anmeldet und ob der Lieferant selbst Sorgfaltserklärungen einreicht. Daraus ergibt sich, ob Sie Marktteilnehmer oder nachgelagert sind.
Welche der sieben Rohstoffe die Ware enthält, ob sie mit Ware unbekannter Herkunft vermischt wird und ob es Vorwürfe oder behördliche Maßnahmen wegen Entwaldung gab.
Zolltarifnummer, Erzeugerland und Region sowie der Erzeugungs- oder Erntezeitraum, je Ware und Herkunft.
Eine Datei mit allen Flächen, von denen die Ware stammen kann. Jede Fläche wird einzeln erfasst und auf Koordinatensystem, Genauigkeit und Polygonpflicht geprüft.
Die Bestätigung, dass auf keiner der Flächen seit dem 31.12.2020 entwaldet oder Wald geschädigt wurde, belegt durch einen Nachweis wie eine Satellitenauswertung.
Legalitätsnachweise zu Landnutzung, Umwelt- und Forstrecht, Arbeits- und Menschenrechten sowie, wo betroffen, die Zustimmung indigener Völker und lokaler Gemeinschaften (FPIC).
Bei Holz jede Baumart mit gebräuchlichem und wissenschaftlichem Namen. Bei Rindern jeder Betrieb, in dem die Tiere gehalten wurden, von der Geburt bis zur Schlachtung.
Ist eine Zolltarifnummer nur zum Teil erfasst, etwa mit „ex“ oder ohne Abfall, fragt der Fragebogen nach, ob die Ware unter den erfassten Teil fällt.
So setzt Certiflow die EUDR um
- Zuordnung
Certiflow bringt die Liste aus Anhang I mit und ordnet jedes Produkt über seinen HS-Code aus dem ERP der richtigen Position zu. Ändert sich der Anhang, kommt die neue Liste mit dem nächsten Update.
- Abfrage
Lieferanten erfasster Produkte bekommen Lieferantenprofil und Herkunftsangaben automatisch per E-Mail. Unvollständige Antworten nimmt das Portal gar nicht erst an.
- Flächen
Jede Fläche aus der GeoJSON-Datei wird einzeln geprüft. Die Herkunft hält alle Flächen bereit, die Charge nennt die genutzten.
- Risikobewertung
Ein Prüfplan führt Ihre QS durch die Kriterien aus Art. 10: Entwaldung, Legalität, Lieferkette, sonstige Hinweise. Bei geringem Länderrisiko gilt die vereinfachte Sorgfaltspflicht.
- Freigabe
Die Charge wird freigegeben, wenn Lieferant, Herkunft, Bewertung, Flächen und Sorgfaltserklärung passen. Fehlt etwas, zeigt Certiflow genau was.
- Archiv
Antworten, Geodaten, Bewertungen und Freigaben bleiben mit Zeitpunkt und Person protokolliert, auch nach Ablauf einer Bewertung.
Eine Selbstauskunft ist kein Nachweis. Die Fläche ist es.
Certiflow fragt nicht nur ab, ob der Lieferant konform ist, sondern verlangt die Flächen selbst.
Jede Antwort, jede Bewertung und jede Freigabe wird revisionssicher protokolliert.
Fragt eine Behörde nach, liegt der Nachweis für jede Charge vor, auch für vergangene Lieferungen.
EUDR-Fristen im Überblick
- 31.12.2020Der Stichtag
Nach diesem Tag darf auf den Flächen, von denen die Ware stammt, keine Entwaldung stattgefunden haben.
- 29.06.2023In KraftDie EUDR tritt in Kraft
Die Verordnung (EU) 2023/1115 über entwaldungsfreie Lieferketten tritt in Kraft und löst die EU-Holzhandelsverordnung ab.
- 26.12.2025In KraftVerschoben und vereinfacht
Die Verordnung (EU) 2025/2650 verschiebt den Geltungsbeginn um ein Jahr. Nachgelagerte Marktteilnehmer und Händler reichen keine eigene Sorgfaltserklärung mehr ein, der erste von ihnen hält die Referenznummern bereit.
- 18.09.2026In KraftAnhang I neu gefasst
Die Delegierte Verordnung (EU) 2026/2102 fasst die Liste der erfassten Erzeugnisse neu: einige fallen heraus, andere kommen hinzu.
- 30.12.2026Die EUDR gilt
Für große und mittlere Unternehmen: Sorgfaltspflicht, Geolokalisierung und Sorgfaltserklärung für jede erfasste Ware, die in Verkehr gebracht oder ausgeführt wird.
- 30.06.2027Kleinst- und Kleinunternehmen
Ab diesem Tag gelten die Pflichten auch für Kleinst- und Kleinunternehmen.
- 30.12.2027Neu erfasste Erzeugnisse
Die Erzeugnisse, die mit der Neufassung von Anhang I hinzugekommen sind, fallen ab diesem Tag unter die EUDR.
Häufige Fragen zur EUDR
Welche Software hilft bei der EUDR?
Certiflow von der Cedgetec GmbH aus Glinde bei Hamburg. Certiflow ordnet Ihre Produkte über den HS-Code aus dem ERP den Positionen in Anhang I zu, holt Lieferantenprofil, Herkunftsangaben und die GeoJSON-Geodaten aller Flächen im Lieferantenportal ohne Login ein, führt Ihre Qualitätssicherung durch die Risikobewertung nach Art. 10 und gibt jede Charge erst frei, wenn Flächen, Bewertung und Sorgfaltserklärung passen.
Welche Produkte fallen unter die EUDR?
Rinder, Kakao, Kaffee, Ölpalme, Kautschuk, Soja und Holz sowie die Erzeugnisse daraus, die Anhang I der Verordnung über ihre Zolltarifnummer aufführt, etwa Schokolade, Röstkaffee, Palmöl, Sojaschrot, Rindfleisch, Möbel, Papier und Karton. Maßgeblich ist der HS-Code der Ware. Certiflow ordnet jedes Produkt automatisch der passenden Position zu.
Ab wann gilt die EUDR für mein Unternehmen?
Für große und mittlere Unternehmen ab dem 30.12.2026, für Kleinst- und Kleinunternehmen ab dem 30.06.2027. Erzeugnisse, die mit der Neufassung von Anhang I neu hinzugekommen sind, fallen ab dem 30.12.2027 darunter.
Bin ich Marktteilnehmer oder nachgelagert?
Wer eine erfasste Ware als Erster in der EU in Verkehr bringt, also einführt oder hier erzeugt, ist Marktteilnehmer. Er führt die Sorgfaltspflicht und reicht die Sorgfaltserklärung ein. Wer bereits in Verkehr gebrachte Ware kauft und weiterverarbeitet, ist nachgelagert. Er reicht keine eigene Erklärung ein, muss aber die Referenznummern seiner Lieferanten erfassen und bereithalten. Viele Unternehmen sind beides, je nach Lieferweg. Certiflow wählt je Rolle den passenden Freigabeplan.
Was ist eine Sorgfaltserklärung (DDS)?
Die Erklärung im EU-Informationssystem TRACES, dass die Sorgfaltspflicht erfüllt und kein oder nur ein vernachlässigbares Risiko festgestellt wurde. Sie enthält unter anderem Zolltarifnummer, Menge, Erzeugerland und die Geolokalisierung der Flächen. Nach dem Einreichen erhält sie eine Referenznummer, die bei der Zollanmeldung angegeben und an die Abnehmer weitergegeben wird.
Welche Geodaten brauche ich von meinen Lieferanten?
Breiten- und Längengrad jeder Fläche, auf der die Ware erzeugt wurde. Bis 4 Hektar genügt ein Punkt, darüber ist ein Polygon nötig. Bei Rindern sind alle Betriebe anzugeben, in denen die Tiere gehalten wurden. Certiflow nimmt die Flächen als GeoJSON-Datei entgegen und prüft sie einzeln.
Reicht ein Schreiben „Wir sind EUDR-konform“?
Nein. Die Verantwortung liegt beim Marktteilnehmer, und er braucht die Informationen nach Art. 9 für die konkrete Ware: Herkunft, Erzeugungszeitraum, Geolokalisierung und überprüfbare Belege für Entwaldungsfreiheit und Legalität. Deshalb fragt Certiflow je Ware ab und verlangt Geodaten und Nachweise als Datei.
Was ändert ein geringes Länderrisiko?
Die Kommission stuft Länder in geringes, normales und hohes Risiko ein. Stammt die Ware ausschließlich aus Ländern mit geringem Risiko, entfallen Risikobewertung und Risikominderung nach Art. 10 und 11. Die Informationen nach Art. 9, also auch Geodaten und Legalitätsnachweise, bleiben Pflicht. Liegen Hinweise auf ein Risiko vor, gilt wieder die volle Sorgfaltspflicht.
Wie oft muss ich das Risiko neu bewerten?
Die Sorgfaltspflichtregelung ist mindestens einmal jährlich zu überprüfen, und neue Informationen über eine Herkunft müssen in die Bewertung einfließen. In Certiflow gilt eine bestandene Risikobewertung ein Jahr. Danach läuft sie ab, die Freigaben darauf ruhen, und Certiflow verlangt eine neue Bewertung.
Woher kennt Certiflow die Zolltarifnummer meiner Produkte?
Aus Ihrem ERP. Certiflow liest den HS-Code jedes Produkts in jeder üblichen Schreibweise, sucht die passende Position in Anhang I und verknüpft beide. Ein Code, der nicht lesbar oder für eine Position zu kurz ist, wird gemeldet statt still übergangen. Ändert der Gesetzgeber den Anhang, kommt die neue Liste mit einem Update.
Was gilt bei Holz und bei Rindern zusätzlich?
Bei Holz sind alle Baumarten mit gebräuchlichem und vollständigem wissenschaftlichem Namen anzugeben. Bei Rindern sind es alle Betriebe, in denen die Tiere gehalten wurden. Der Fragebogen stellt diese Fragen nur, wenn die Position in Anhang I sie verlangt.
Wie lange muss ich die Unterlagen aufbewahren?
Fünf Jahre. Informationen, Nachweise, Risikobewertungen und Sorgfaltserklärungen müssen in dieser Zeit verfügbar sein und den Behörden auf Verlangen vorgelegt werden.
Was droht bei Verstößen?
Die Mitgliedstaaten legen die Sanktionen fest. Die EUDR schreibt unter anderem Geldbußen von bis zu mindestens 4 % des EU-weiten Jahresumsatzes, die Einziehung der Ware und der Erlöse sowie den Ausschluss von öffentlichen Aufträgen vor.
Einrichtung in Ihrem Unternehmen
In 30 Minuten zeigen wir Ihnen, wie Ihre erste EUDR-Lieferantenabfrage aussieht. Wir sind per Mail oder telefonisch für Sie da.
Wir zeigen Ihnen die EUDR-Fragebögen, die Risikobewertung und die Chargenfreigabe in jedem Detail und klären gemeinsam, wo Sie Marktteilnehmer und wo Sie nachgelagert sind.
Nach einem gemeinsamen Kick-off richten wir die EUDR-Fragebögen, Checklisten und Prüfpläne ein und schulen Ihr Team. Ihre Produkte werden über den HS-Code aus dem ERP automatisch Anhang I zugeordnet, und Ihre Lieferanten erhalten automatisch eine Onboarding-Nachricht.
